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über alte Fotos

Ich verstehe Menschen nicht, die ihre Fotos einrahmen, sich Fotobücher basteln und selbst die unscharfen Bilder, auf denen man kaum was erkennt, hüten, als wäre es ein Schatz.

Meine Fotos sind, zwischen zwei Seiten, einem winzigen Fotobüchlein eingeklemmt und wären dort vermutlich verstaub, im hintersten Teil meines Schrankes, hätte ich sie nicht rein zufällig gefunden.

Das erste Foto ist ein altes Klassenfoto. Ich kenne noch jeden einzelnen Namen meiner ehemaligen Mitschüler. Ja, die Namen sind mir geblieben, als einziges. Nur wage erinnere ich mich an die Nachmittage an denen ich mich mit dem einen oder anderen zum spielen verabredet habe, an die Freundebucheinträge und was sonst noch so alles zum Kind sein dazu gehört. Diese Erinnerungen sind für mich wie verschwommene Fotos.
Zu nichts zu gebrauchen. Ich verbinde keine besonderen Gefühle mit ihnen. Ich kenne diese Kinder, inzwischen sind es Jugendliche nicht. Sie sind mir egal, nein sie waren es schon immer.

Das zweite Foto ist ein Babyfoto von mir. Ich kann darauf noch nicht sehr alt sein, höchstens 6-7 Monate. Ziemlich desinteressiert schaue ich an der Kamera vorbei. Zugedeckt bin ich, mit einer weissen Decke mit punkten drauf. Ich erinnere mich noch an die Decke, weiter unten war ein kleiner blauer Elefant aufgestickt gewesen. Ich erinnere mich auch noch an das Schafsfell, das am Rande des Fotos zu sehen ist. Schon lustig, wie gut ich mich an solche belanglosen Besitztümer erinnere. So war das schon immer, ich erinnerte mich seit jeher besser an Materielles als an Menschen.

Ein weiteres Babyfoto folgt. Darauf bin ich allerdings bereits wesentlich älter. Vielleicht 2-4 Jahre alt. Ich kann sowas nur schwer einschätzen. Das Foto muss von meiner Tante gemacht worden sein, es wurde in Thun entwickelt. Zu jener Zeit war meine Tante die einzige die in Thun wohnte. Meine Tante hat die meisten Fotos von mir gemacht, wenn ich so darüber nachdenke. Meine Mutter war glaub nie sonderlich daran interessiert, meine Kindheit festzuhalten.
Macht nichts, ich war sowieso ein hässliches Kind.

Ein negativ Streifen fällt heraus, während ich mir die restlichen Fotos ansehe. Ich musste erst gerade selber Fotos entwickeln, Gott segne den Mann, der die Digitalkamera erfunden hat. Er zeigt ein kleines Gör, dass irgendjemanden an den Haaren reisst. Ich weiss schon, wieso der Streifen niemals entwickelt wurde.

Ein schon leicht verbleichtes Foto vom Ponyreiten folgt, dann ein Haufen Fotos wo ich mit irgendwelchen Kindern spiele. Von den meisten kenne ich den Namen wie gesagt noch, doch von einigen habe ich sie vergessen. Ich erinnere mich nur och daran, dass sie die Kinder einer gewissen Susanne sind und dass ich sie nicht leiden konnte.

Ein schwarz-weiss Streifen aus einem Fotoautomaten, das erste Foto ist einfach nur weiss, auf dem zweiten sieht man meinem Haaransatz und auf den dritten hält klein Andy sich die Hand vors Gesicht. Nein, ich war wirklich noch nie ein Fan von Fotos.

Ich finde noch weitere Fotos, Fotos von meiner Mutter, meinem Vater und meiner Oma. Ich bin darauf nicht zu sehen, wie ist meine Tante nur auf die Idee gekommen mir die zu geben? Wenn ich mir die Fotos ansehe, verdeutlicht es sich mir wieder mal, wie wenig ich mit diesen Leuten am Hut habe. Wie egal sie mir sind. Wie egal mir Menschen allgemein sind. Leute lächeln oder weinen oft, wenn sie sich alte Fotos ansehen.

Ich lache nicht, ich weine nicht. Ich rege mich höchstens darüber auf, wie meine Mutter mir Cordhosen anziehen konnte.
6.12.14 23:45


über die Adventszeit

Diese Leute pissen mich langsam an. Alle hallten mir irgend ein Spendenaufruf unter die Nase, jeder will Geld, Essen, Geschenke und Zuneigung von mir haben. Denkt ihr wirklich nur weil bald Weihnachten ist würde ich meine Einstellung ändern? Ernsthaft, denkt ihr das wirklich?! Liebe Bettler, liebe Glückskette, liebe Unicef, liebes Umfeld und all' ihr anderen naiven Säcke:

Wenn euch jemand das ganze Leben durch schon ignoriert hat, wird er nicht plötzlich zu Weihnachten zu einem guten Samariter.

Hier habt ihr euer Essen, hier habt ihr eure Aufmerksamkeit, dass macht dann 10.- fürs Essen und 230.- für die Psychologische Betreuung, danke.
5.12.14 21:08


Begriffserklärung Agoraphobie

Agoraphobie; Platzangst; Angst vor dem Überqueren breiter Strassen oder offener Plätze. Eine Form der irrationalen Angst oder Phobie.
5.12.14 20:20


Paulus war ein Psychopath

Der hl. Paulus , ist der Autor von knapp mehr als der Hälfte des neuen Testaments und der Held der Apostelgeschichte. Angeblich soll seine Bekehrung in Damaskus ihn über Nacht von einem skrupellosen Zeltmacher zu einem gottesfürchtigen Menschen gemacht haben.

Er ist nicht nur mein lieblings Heiliger sondern auch einer meiner lieblings Psychopathen.


Ja, Paulus war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Psychopath, wie ich darauf komme? Lasst uns das Ganze etwas näher anschauen.


Aufgrund seiner Vorliebe für gefährliche, ungastliche Aufenthaltsorte ist Paulus ständig dem Risiko gewalttätiger Angriffe ausgesetzt.Wenn man bedenkt, dass er während seiner Mittelmeerreisen dreimal Schiffbruch erlitt, dann entsteht das Bild eines Mannes, der sich wenig oder gar keine
Gedanken um seine Sicherheit macht.

Er ist ein gewohnheitsmässiger Gesetzesbrecher, der unfähig scheint aus seinen Fehlern zu lernen (entweder das, oder er besass dem gegenüber eine unglaubliche Gleichgültigkeit).

Paulus war während seines Aposteldienstes mehrmals im Gefängnis, wurde ausgepeitscht und in Lystra, von einer Menschenmenge so brutal gesteinigt, dass man ihn für tot hielt und de Brauch entsprechend aus der Stadt schleifte. Was danach passierte, erzählt die Bibel:

"Und als die Jünger sich um ihn scharten, stand er auf und ging zurück in die Stadt."


Würdet ihr seelenruhig in eine Stadt zurückkehren, deren Bewohner euch eben gerade noch mit aller Macht zu Tode steinigen wollten?


Doch wir sind noch längst nicht am Ende....

Da ist der rastlose Herumwanderer, der kalte einflussreiche Politiker, der ohne Skrupel auf den Gefühlen andere herum trampelt, ungeachtet dessen, wie wichtig oder Loyal diese sein mögen und zu guter letzt, seine aalglatten Selbstdarstellungskünste die einen ausgezeichneten Manipulationsexerten wie ihn kennzeichneten.

Paulus sprach so:

"Den Juden wurde ich ein Jude, um die Juden zu gewinnen; Denen die unter dem Gesetzt stehen wurde ich, obschon ich nicht unter dem Gesetz stehe, einer der unter dem Gesetz steht, um diese zu gewinnen. De Gesetzlosen wurde ich sozusagen ein Gesetzloser, um die Gesetzlosen zu gewinnen und den Schwachen wurde ich ein Schwacher, um die Schwachen zu gewinnen. Allen bin ich alles geworden..."


Wenn Jesus wirklich Paulus auf der Strasse nach Damaskulus erschien, weil er einen Abgesandten brauchte, der ihm half sein Wort kund zu tun, er hätte keinen besseren wählen können.



Noch eine Bemerkung zu den angeblich göttlichen Begegnungen die Paulus gehabt haben soll. Experten auf dem Gebiet der Neurotheologie betrachten Paulus' Erfahrung mit dem Göttlichen, nicht als tatsächlich solche, sondern eher als symptomatisch für das Einsetzen einer Schläfenlappenepilepsie. Das "Licht von Himmel", die auditorischen Halluzinationen und die nachfolgende, vorübergehende Blindheit lassen sich zweifellos mit einer solchen Diagnose vereinbaren.
2.12.14 20:31


Der Cocktailparty-Effekt

Die Informationen die wir bewusst wahrnehmen sind wesentlich weniger, als jene die wir unbewusst wahrnehmen. Soviel weiss vermutlich noch jeder, wage ich einmal zu behaupten. Doch wie filtert unser Unterbewusstsein die für uns wichtigen Informationen heraus?

Hier ein Beispiel, dass ein "Kriterium" etwas näher zeigt.

"Der Cocktailparty-Effekt".....was ist das?

Wir alle kennen das: Wir befinden uns in einer lauten Umgebung, der Schule, dem Bahnhof oder wie in diesem Fall auf einer Party. Wir schweifen mit den Gedanken etwas ab und achten nicht auf das Stimmengewirr um uns herum, bis wir auf einmal unseren Namen hören. Unsere Aufmerksamkeit hat sich zwar nicht bewusst auf die Gespräche im Raum konzentriert, doch ein unaufhörlicher Überwachungsprozess versetzte uns sofort in eine gewisse Alarmbereitschaft, wen ein äusserer Reiz eine Reaktion erforderlich machen könnte. Alle anderen Reize, hier das Stimmen-wirrwarr um uns herum, zerfallen im sensorische Gedächtnis, ohne uns weiter zu beeindrucken.
2.12.14 12:37


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